Am 09.05.2026 wurde Königs Wusterhausen wieder zum pulsierenden Zentrum des Drachenbootsports. Beim 24. Drachenbootcup des Wassersportverein Königs Wusterhausen e.V., präsentiert von Kaden Küchen, trafen sich Teams, Fans und Neugierige zu einem Event, das weit mehr war als nur ein Wettkampf. Mit 49 Teams, rund 980 Sportlerinnen und Sportlern und über 1.000 Gästen war die Regattastrecke bestens gefüllt – und die Stimmung entsprechend ausgelassen.

Unser Nachwuchs im Verein. Immer dabei.
Teams aus Brandenburg, Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und sogar Polen gingen an den Start. Besonders stark: 6 reine Frauenboote, die in eigenen Finalläufen um den Titel „Bestes Damen-Team“ kämpften. Gefahren wurde auf 4 Bahnen mit insgesamt 8 Drachenbooten, was für ein dichtes und spannendes Renngeschehen sorgte.
Das sportliche Programm hatte es in sich: 51 Rennen auf der Kurzstrecke, 27 Starts auf der Langstrecke, dazu ein extra Finallauf für das schnellste Team aus Königs Wusterhausen, die Kreismeisterschaft Dahme-Spreewald, verschiedene Cups, ein Verfolgungsrennen und sogar kreative Wettbewerbe. Insgesamt wurden 19 Pokale, 3 Wanderpokale, mehrere Sonderauszeichnungen wie das Goldene Paddel, der Bürgermeisterin-Pokal und der Kreativ-Wimpel vergeben. Kurz gesagt: Hier wurde nichts dem Zufall überlassen.
Und mittendrin: die RUM-PADDLER.
Mit voller Energie, Teamgeist und einer ordentlichen Portion „Stark – Durstig – Lustig“ gingen wir an den Start – und konnten direkt ein echtes Ausrufezeichen setzen. Am Ende stand der 1. Platz im FALC Immobilien Fit & Fun Cup auf dem Ergebniszettel. Ein Saisonstart, wie man ihn sich wünscht.

1. Platz, A-Finale, Fun-Cup!
Doch was diesen Tag wirklich besonders gemacht hat, war nicht nur das Ergebnis. Es war die Atmosphäre. Die Begeisterung am Ufer, die Unterstützung zwischen den Teams, das gemeinsame Lachen nach den Rennen – genau das macht den Drachenbootsport aus. Wir waren vom gesamten Event absolut begeistert.
Solche Veranstaltungen sind für uns mehr als nur Wettkämpfe. Sie sind Treffpunkte der Community, Gradmesser für die eigene Entwicklung und vor allem Gelegenheiten, als Team noch enger zusammenzuwachsen. Der gemeinsame Erfolg, aber auch die gemeinsamen Erfahrungen auf und neben dem Wasser, schweißen zusammen und geben Motivation für alles, was in der Saison noch kommt.
Mit diesem Sieg im Rücken fühlen wir uns bestens aufgestellt – und vor allem: hungrig auf mehr.
Wenn du Lust hast, Teil genau solcher Momente zu werden, dann weißt du ja, wo du uns findest. Steig ein, greif zum Paddel und erlebe es selbst.
Publikation (Blickpunkt Am Wochenende, Samstag, 16. Mai 2026)
Einmal im Jahr wird Neue Mühle lebendig.
Ein Leserbrief von Michael Poeck aus Königs Wusterhausen über die Freude der ehrenamtlichen Arbeit und der Ärger über das Ordnungsamt:
Neue Mühle ist kein klassisches Dorf. Es gibt keine Kirche, keinen Marktplatz, keinen Bürgerverein und eigentlich auch keinen richtigen Ortskern. Zwischen Küchenmeisterallee und Zernsdorfer Straße leben viele Menschen eher zurückgezogen. Man kennt sich oft nur flüchtig – manche Nachbarn sieht man fast ausschließlich bei Wahlen im Wahllokal wieder. Umso wichtiger ist das Drachenbootrennen am 9. Mai geworden. Dann verändert sich der Ort plötzlich: Teams aus dem ganzen Bundesgebiet schlagen ihre Zelte am Freibad auf, junge Leute kommen nach Neue Mühle, Musik läuft bis in den Abend, Kinder flitzen und ältere Bewohner sitzen zusammen und schauen auf das Wasser. Gerade für die älteren Menschen ist das mehr als nur eine Sportveranstaltung – es ist eine seltene Gelegenheit, am öffentlichen Leben teilzunehmen und Gemeinschaft zu erleben.
Deshalb stößt das harte Vorgehen des Ordnungsamtes gegen parkende Besucher bei vielen Anwohnern auf Unverständnis. 55 Euro Verwarnungsgeld, konsequente Kontrollen und kaum Ermessensspielraum wirken aus Sicht vieler Bürger wie ein Signal: Ordnung ist wichtiger als Leben im Ort. Natürlich braucht auch eine große Veranstaltung Regeln. Aber vielleicht sollte man in Zeiten sterbender Dorfkerne und zunehmender Anonymität froh sein, wenn ein Ort wie Neue Mühle wenigstens einmal im Jahr zeigt, dass Gemeinschaft noch möglich ist.
Mit freundlicher Genehmigung „Blickpunkt Königs Wusterhausen, Ausgabe vom 16. Mai 2026“